Die Zärtlichkeit, mit der trockener Reis behutsam über geschlossene Augenlider rieselt. Die befriedigenden Schauer, die einem über den Rücken laufen, wenn jemand ganz nah am Ohr in die gefrorene Schokoglasur eines Eis am Stiel beißt und es perfekt knackt. Die Wonne, mit der man nur mit dem schmeichelnden Licht einer Kerze einen Körper betrachten darf, als wäre dieser eine Skulptur im Museum – bei Nacht, mit Stromausfall.
Wie vielfältig können wir miteinander spielen, wenn wir uns voll und ganz auf unsere Sinne besinnen? Sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken sind unsere Portale, die uns mit der Welt verbinden. Welchen Weg weisen sie uns, um miteinander ins erotische Spiel zu treten? Was übrigens ebenso lustig, behaglich, merkwürdig oder auch platonisch sein kann wie kinky, hot und sexy. Choose your own adventure.
Die drei Workshoptage sind in etwa wie folgt aufgebaut:
Zur Workshopleitung:
Beate Absalon ist eine große Genießerin, zudem Autorin, Beziehungsberaterin und Workshopleiterin bei luhmen d’arc, in denen sich mit Sexuellem und Asexuellem auseinandergesetzt werden kann. Als Kulturwissenschaftlerin mit Kenntnissen in diversen somatischen Praktiken, bringt sie immer auch eine Sensibilität für politische, soziale und kulturelle Zusammenhänge unseres körperlichen und privaten Erlebens in die Workshoparbeit ein. Ihre Ansätze sind geprägt von Witz, Freundlichkeit und Ambiguitätstoleranz. Statt eines richtigen Rezepts sind Teilnehmende angehalten, ihren eigenen Stil zu finden, weswegen Beata auf einen vielfältigen Methodenkoffer zugreift, um unterschiedlichen Lerntypen entgegenzukommen. “Breathe, Sense, Fantasize” hat sie zusammen mit Rebecca entwickelt, weil die Aufmerksamkeit auf Atem und Sinne genialerweise beides bewirken kann: es ermöglicht Regulation und Erdung, wenn alles zu viel wird, und gleichzeitig kann man dadurch herrlich steil gehen und es knallen lassen.
Rebecca beschäftigt sich mit Verkörperung – damit, wie der Körper auf Ideen reagiert, Entscheidungen trifft oder Unwahrheiten ausdrückt. Sie arbeitet mit Methoden wie Atemübungen und Berührung, um körperliche Erfahrungen bewusst zu gestalten und zu erweitern. Geprägt von ihrer Auseinandersetzung mit der Ruhe des Yoga und den herausfordernden Dynamiken des BDSM verbindet sie beides in ihrer Praxis. Ihr Hintergrund in Sprachwissenschaften fließt in ihre Arbeit ein: durch sorgfältige Wortwahl, ein Bewusstsein für die Wirkung von Sprache und den gezielten Einsatz von Humor.
KOSTEN
Beitrag nach Selbstermessen – für gewöhnlich kostet ein Workshop wie dieser etwa 250€. Zahlt nach euren Möglichkeiten aber gerne mehr oder weniger. Niemand soll wegen fehlender finanzieller Ressourcen nicht teilnehmen können! Gleichzeitig ermöglicht uns Großzügigkeit, diese Workshops auch in Zukunft anderen lustvollen Wesen anbieten und uns bei dieser sensiblen Arbeit auch gut weiter fortbilden zu können.
ANMELDUNG
Wird in ein paar Wochen vor der Veranstaltung freigeschaltet.