Jahreshauptversammlung der Akademie Ewaldshof 2026

Jahreshauptversammlung der Akademie Ewaldshof 2026

Wo auf dem Ewaldshof hängen Vorstand Knut (links) und Lulu (rechts) da wohl ab?

Gemeinsam Wirken Wochenende

Wir blicken auf ein erfolgreiches „Gemeinsam Wirken“ Wochenende zurück, das den Rahmen für unsere diesjährige Jahreshauptversammlung 2026 bildete.

Anders als bei unseren üblichen Veranstaltungsformaten ging es auch beim zweiten Gemeinsam Wirken wieder viel um die Theorie zu unserer Praxis. Wir haben unsere Perspektiven miteinander geteilt und viel dazugelernt.

Wer? Was? Für wen?

Wer sind wir? Was wollen wir machen? Wieso eigentlich und für wen? Und, aus aktuellem Anlass: Wie können die Mitglieder in der Akademie tätig werden?

Zwischen Solidarität und Selbstfürsorge

Wir möchten die Akademiearbeit in 2026 auf mehr Schultern verteilen. Das hat mindestens zwei Vorteile: wir werden als Organisation resilienter und müssen als Einzelperson nicht alleine alles bewältigen. Mehr Schultern, mehr Augen, mehr Stimmen und mehr Meinung machen die Akademie aber auch bunter, lebendiger und vielfältiger, und das finden wir gut (wer es nicht glaubt: schaut mal in die Vereinssatzung ;)).

In Vorbereitung auf das Gemeinsam Wirken Wochenende wurden dazu Themen und Aufgaben identifiziert, die bei anderen Personen auch gut aufgehoben wären. Bei Kaminfeuer und Tee saßen die Teilnehmenden im Atelier zusammen und lauschten, welche Tätigkeiten denn da so unter die Leute zu bringen wären.

Trotz aller Vorbereitung und sichtbarem Engagement… ist da vielleicht doch diese klitzekleine Sorge, dass sich am Ende alle hinter dem Sofa verstecken, wenn es darum geht, dann auch wirklich anzupacken statt nur zu reden —

…hat aber niemand gemacht. Niemand hat sich versteckt, und ein paar Menschen haben sogar die Finger gehoben bei der Frage, wer bei was gerne helfen möchte. Vielen Dank dafür!

Entsprechend erleichtert ging es damit in die Diskussion Kernarbeit und Werte der Akademie. Wir sind mit drei Begriffen in die Diskussion gestartet und am Ende bei zweien gelandet: Solidarität und Selbstfürsorge.

Ob bei der Gruppenarbeit in der Schule, Uni, auf der Arbeit oder dem Ehrenamt: das Spannungsfeld ist wohl den Allermeisten seit vielen Jahren bekannt und vertraut.

Wann bin ich solidarisch („Schnell noch den Blogbeitrag zur Jahreshauptversammlung schreiben“)?

Wann sorge ich für mich selbst („Netflix schauen und Schokolade essen“)?

Kann ich vielleicht gar nicht solidarisch sein, wenn ich nicht gut auf mich selbst achte? Wie kann ich gut für mich und die Gemeinschaft sorgen? Wann ergänzen sich diese Ziele, wann stehen sie im Konflikt? Wo scheitert ein Verein mit seinen Aufgaben, wenn alle Mitglieder „radikal selbstfürsorglich“ sind?


Sorry, meine lang geplante Veranstaltung kann doch nicht stattfinden, ich hab Rücken. … Was, drei Teilnehmende sind schon da? … Die Betten sind auch schon bezogen?!


Und gleichzeitig wollen wir nicht, dass sich jemand mit Rückenschmerzen drei Tage als Workshophut quält. Wie bleiben wir als Verein in unserer Aufgabe trotzdem funktional? Wir wissen es (noch) nicht! Deshalb haben wir uns das Spannungsfeld zwischen Solidarität und Selbstfürsorge als Fokusthema für die Vereinsarbeit 2026 herausgepickt. …Vielleicht gibt es dazu bei anderer Gelegenheit noch einen Blogeintrag (gleich ist erstmal Selbstfürsorge, wisst ihr Bescheid ;)).

Bei all dem regen Austausch verging die Zeit bis zum Hauptereignis dann sehr schnell:

Jahreshauptversammlung

Am Samstagabend fand die Jahreshauptversammlung statt, in der wir auf das Jahr 2025 zurückgeblickt und den bisherigen Vorstand entlastet haben.

Neuwahl des Vorstands

Wir haben uns von Konrad verabschiedet, der sich aus eigenem Wunsch aus der Vorstandsarbeit zurückziehen wollte. In Konrads Fußstapfen tritt nun Lulu, die von den anwesenden Mitgliedern zusammen mit Knut einstimmig in den Vorstand berufen wurde. Wie sehr sie sich auf die gemeinsame Arbeit freuen, könnt ihr an der Breite ihres freudestrahlenden Lächelns ja mal versuchen zu erraten 😉

Und jetzt?

Wollen wir die Theorie in die Praxis umsetzen.

Mit neuen Erkenntnissen und neuer Energie starten wir in den Frühling, um die Welt auch dieses Jahr zu einer besseren zu machen.

Ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden!